OFC.Historie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte, Tradition und Vergangenheit sind merkmale vieler Vereine. Auch der OFC Solingen kann sich auf eine bewegte Vergangenheit berufen. Denn die Vereinsgeschichte beginnt nicht, wie viele vermuten, im Jahre 2010, sondern bereits im Jahre 1906.

Der Ohligser FC 06, Vorgängerverein des heutigen OFC Solingen, wurde 1906 in Ohligs gegründet. Zur damaligen Zeit trug man stolz die Farben der noch selbständigen Stadt Ohligs, nämlich schwarz und weiß, welche auch im heutigen Ohligser Fußball Club noch fester Bestandteil sind. Um zu wissen wer man ist, muss man halt auch wissen woher man kommt.Vereinswappen des Ohligser FC von 1906 bis 1949

Aus den Gründerjahren bestehen nur noch wenige Zeitzeugnisse. So ist es heute auch kaum noch möglich zu rekonstruieren in welchen Ligen man zum damaligen Zeitpunkt spielte. 

 

Die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts

Die Vorkriegsjahre und die stürmische Zeit des 2. Weltkrieges.

Die ersten Abschlusstabellen, die man in historischen Quellen findet, sind aus den 1930er Jahren. So spielte man beispielsweise in der Saison 1931/1932 in der Gruppe III um die Bergisch-Märkische Fußballmeisterschaft und schloss in einer 10er-Gruppe mit Platz 9 vor dem Düsseldorfer SC Viktoria ab. Ebenfalls in dieser Gruppe spielte der zukünftige Fusionspartner VfR Ohligs oder aber Dauer-Derby-Gegner TuRU 1880 Düsseldorf.

Während des Krieges wurde der Spielbetrieb eingestellt. Es begann eine lange Zeit ohne Fußball und mit vielen Wiedrigkeiten.

Die Nachkriegszeit

Wiederaufbau, Wiederaufnahme des Spielbetriebes und Erfolge!

In der Saison 1945/1946 nahm der Ohligser FC 06 den Spielbetrieb nach den Kriegsjahren wieder auf. Man startete in einer von vier Bezirksligen am Niederrhein und qualifizierte sich für die Endrunde der Niederrheinmeisterschaft und spielte gegen den späteren Amateurmeister von 1957, den VfL Benrath. Man schloss diese Spielrunde 1946/47 als Tabellendritter der fünf Endrundenteilnehmer ab.

Am 8. September 1946 findet anlässlich des 40jährigen Bestehens des FC 1906 Ohligs ein fußballerischer Wettkampf gegen den Stadtmeister aus Krefeld statt, den der OFC vor 3000 Zuschauern mit 4:2 für sich entscheiden kann (Quelle: VI-36: 11.09.46)

In der Saison 1947/48 spielte man in der Niederheinliga der Gruppe Berg/Mark gegen Vereine wie Fortuna Düsseldorf oder den VfB Hilden. Die 12er-Gruppe schloss der OFC vor Borussia Velbert,  der Spielvereinigung Remscheid und Maraton Remscheid als Tabellenneunter ab.

Die Saison 1948/49 sollte bis zur Neugründung die vorerst Letzte des OFC sein. Man spielte in der Amateur-Verbandsliga-Niederrhein mit Vereinen wie ETB Schwarz-Weiß Essen, der 1959 den DFB-Pokal gewinnen konnte oder dem VfB Speldorf und dem Rheydter SV. Man beendete diese Saison auf dem 8. Tabellenplatz.

Fusion zum SC Union Ohligs, erfolgreiche Jahre und der Abstieg

Zum Ende der Saison 1949 endete vorerst die Geschichte des OFC 06. Man fusionierte und legte den Grundstein für eine bisher einmalige Erfolgsgeschichte im Solinger Fußball.

Für die beiden führenden Fußballvereine in Ohligs standen die Zeichen zum Ende der Saison 1948/49 auf Fusion. Somit verschmolzen der VfR Ohligs, SC Adler Ohligs, dem Walder Ballspielverein und der Ohligser Fußball Club 1906 zur SC Union Ohligs und spielte in der Oberliga-West.

Hier ein Auszug aus dem Stadtarchiv:

6. August 1949: Die drei führenden Ohligser Sportvereine: Ohligser FC 06, Verein für Rasensport 07 und der Verein für Leibesübungen schließen sich zusammen. (VI-36: 8.8.49)

28. August 1949: Vor rund 5000 Zuschauern besiegt der Fußballclub SC Union Ohligs den SSV Wuppertal mit 3:1 Toren (1. Spiel nach der Fusion). (VI-36: 29.8.49)

1973 kam es zu einer weiteren Fusion und der VfL Wald kam hinzu und spedierte dem Verein, der sich fortan SG Union Solingen nennen sollte, die Jahreszahl 1897.

Fortan begann die erfolgreichste Zeit des Vereins. Man stieg als Meister der Amateurliga Nordrhein in die 2. Bundesliga auf, in der man sich 14 Jahre lang halten konnte.

Ende der1980er-Jahre begann der Niedergang. Man stieg aus der 2. Bundesliga ab und wurde nach einem Konkurs bis in die Landesliga Niederrhein durchgereicht.

Der Verein, der sich ab 1990 1. FC Union Solingen nannte, kam in den Folgejahren nicht zur Ruhe. Ende des Jahres 2009 entschieden sich die Ohligser Vorstandsmitglieder Peter Deutzmann und Torsten Pütz mit vielen Helfern, den Ohligser Fußball Club aus dem Fusionsverein "Union" wieder herauszulösen, um den vielen aktiven Jugendlichen wieder eine sportliche Perspektive bieten zu können.

OFC-Mitgliedsausweis von 1948/1949OFC-Mitgliedsausweis von 1949

Diese Mitgliedsausweise aus den Jahren 1948 und 1949 waren die letzten der Vereinsgeschichte bis zum Jahre 2010.

Am 6. August des Jahres 1949 fusionierte der damalige OFC zum SC Union Ohligs.

Herauslösung, Neugründung und die erste Saison

Eine gute sportliche und wirtschaftliche Perspektive, qualifizierte Mitarbeiter und und ein sauberer Neubeginn waren die Motivationsfaktoren, als der fast vergessene OFC wieder das Licht der Welt erblickte!

Um den vielen aktiven Jugendlichen wieder eine echte Grundlage für sportlichen Erfolg zu bieten und auch die nötige wirtschaftliche Sicherheit bieten zu können wurde am 7. Dezember 2010 im Restaurant "Zur Stadt Wald" der Ohligser Fußball Club Solingen gegründet, der sich als Nachfolger des Ohligser Fußball Club 1906 versteht.
Der erste gewählte Vorstand bestand aus den Herren Torsten Pütz, Wolfgang Winkler und Hans-Georg Melcher (anm. d. R.: s. Bild).

Im Jahre 2011 wurde bereits neu gewählt. Ebenfalls im Restaurant "Zur Stadt Wald" schieden Wolfgang Winkler und Hans-Georg Melcher aus dem Vorstand aus und Peter Deutzmann übernahm den Vorsitz des Vereins. An seiner Seite sind bis heute Torsten Pütz (DFB Vereinsmanager mit C-Lizenz) und Michael Breuer.

Sportlich verlief die erste Saison (11/12) äußerst erfolgreich, obwohl man in der untersten Spielklasse, der Kreisliga C Solingen, starten musste. Man stieg ungeschlagen, mit einem Zuschauerschnitt von rund 150 Zuschauern, als Meister der Kreisliga C in die Kreisliga B Gr. 1 auf. Eine U19-Mannschaft im Nachwuchsbereich spielte in der Kreisklasse. Man vertrat den Fußballkreis Solingen sogar beim DiebelsChampionsCup im Winter sowie im Sommer auf Verbandsebene und konnte positiv auf sich aufmerksam machen.

Der Vorstand konnte auch sein Team an qualifizierten Mitarbeitern, die auf ehrenamtlicher Basis für den Verein in allen Bereichen tätig sind, deutlich erweitern. So kann sich der Vorstand des OFC auf vom Fußballverband Niederrhein ausgebildete DFB Vereinsmanager, DFB Jugendvereinsmanager und Trainer mit besten sportlichen Lizenzen stützen. Ab seinem zweiten Jahr des Wiederbestehens (2012) stellte der Ohligser Fußball Club sogar dem Fußballverband Niederrhein einen Mitarbeiter für seinen Lehrstab. Ebenso startete der OFC im Jahr 2012 ein Volunteer-Programm zur Gewinnung, Förderung und Erhaltung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und deren Arbeitskraft für den Verein, welches wohl für einen Kreisligisten bundesweit einmalig sein dürfte und ansonsten nur von Profi-Vereinen eingerichtet wird.

Für die Saison 2012/2013 konnte der positive Trend fortgesetzt werden. Man startete in der Kreisliga B Gr. 1 im Senioren-Bereich, meldete eine U19, eine D-Jugend, eine Bambini- und sogar eine U17-Juniorinnen-Mannschaft. Der großartige Zuspruch aus der Solinger Wirtschaft belohnt das Engagement der Vereinsführung und erleichtert den Aufbau des OFC, um in Zukunft leistungsorientierten Fußball in der Klingenstadt zu bieten, der den Aktiven des Nachwuchses und der Senioren echte sportliche Perspektiven bietet und verhindert, das leistungsstarke Spieler in die Nachbarstädte und -kreise abwandern.

Die Saison 2012/2013 schloss die 1. Mannschaft des OFC als 7. in der Tabelle ab. Obwohl man zur Winterpause die Abgänge von fast der komplette Aufstiegsmannschaft kompensieren musste, konnte der OFC sich konsolidieren und mit jungen und hungrigen Spielern, sowie dem neuen Trainergespann Toni Munoz und Andreas Kober die zukünftigen Aufgaben ins Auge fassen. Auch die OFC.U19 spielte eine gute Saison. Sie qualifizierte sich für die Aufstiegsrunde zur Leistungsklasse, die vor der Saison 2013/2014 ausgespielt wird.
Im Vorstand gab es in dieser Saison auch Änderungen. Torsten Pütz verließ den Verein und wurde bei der Mitgliederversammlung durch den Ex-Profi und Reiseunternehmer Werner Beier ersetzt. Ab diesem Zeitpunkt nannte sich der Vorstand auch Präsidium. Um den Präsidenten Peter Deutzmann waren fortan seine Vize-Präsidenten Werner Beier und Michael Breuer, sowie als Nachwuchsleiter Ralf Podubrin im Präsidium des OFC.
Sportlich langte der OFC für die folgende Spielzeit mächtig zu, da das Saisonziel Aufstieg ausgegeben wurde. Mit Frank Kornu wechselte ein Ghanaischer Ex-Nationalspieler an den Hermann-Löns-Weg. Ebenso zog es Marcel Gocalves von Fortuna Düsseldorf zum OFC Solingen.